Einige haben die Zeit überdauert und wir feiern sie auch heute noch.

Wenn auch in abgewandelter Form.

 

Aber sie werden nahezu überall auf der Welt auf die eine oder andere Weise gefeiert.

Die Jahreskreisfeste.

Worum geht es dabei?

 

Im Grunde geht es um die Lebenskraft und den damit verbundenen Kreislauf des Lebens.

 

Da unser Leben hier unbestreitbar vom Licht abhängig ist, wird ihm auch schon immer ein großer Stellenwert in egal welcher Kultur beigemessen.

 

Hier bei uns feierten die Menschen die Feste zu Ehren des Sonnengottes und seines einjährigen Lebenszyklus.

Am 21. Dezember, in der längsten Nacht des Jahres wurde er geboren. Von da an wurden die Tage also länger, denn er wuchs ja auch mit jedem Tag. So durchlief er ein ganzes Leben.

Im Frühling wuchs er zu einem jungen Mann heran und die Fruchtbarkeitsfeste wurden gefeiert. Eines davon wird nach wie vor um den 20. März herum gefeiert, wenn Frühlingsbeginn ist.

 

Im Sommer stand er in der Blüte seines Lebens und man feierte die Lebenskraft und den Beginn der Erntezeit. Am 21. Juni ist der längste Tag im Jahr, der Sonnengott hatte also seine maximale Kraft erreicht.

 

Im Herbst wurde er dann schon wieder alt und man feierte die Erntefeste, den Ertrag, den dieses Leben, dieses Jahr gebracht hatte.

In der Nacht vom 31. Oktober zum 01. November starb der Sonnengott. Die dunkle Zeit ohne Licht begann. Noch heute gedenken wir in dieser Zeit traditionell der Toten.

Und zünden bis zum 21. Dezember, bzw. heute dem 24. Dezember immer wieder Kerzen an, bis die Wiederkehr des Lichts dann wieder gefeiert wird und eine neuer Kreislauf, ein neues Lebensjahr beginnt.

 

Dieser Kreislauf ist auch heute noch wunderbar draußen in der Natur zu beobachten.

Im Frühling nimmt das Leben neuen Schwung. Überall strecken sich Knospen und Blüten der Sonne und dem Licht entgegen. Etwas später stimmt auch die Tierwelt mit ein und erwacht zu neuem Leben. Tierbabys entdecken jetzt ihr neues Leben und wachsen im Laufe des Jahres langsam heran.

Im Sommer hat die Sonne ihre größte Kraft und so stehen die Pflanzen in vollem Saft und die Tiere gut im Futter.

Im Herbst wird vorgesorgt für das nächste Jahr. Die Pflanzen bilden ihre Samen aus und auch bei vielen Tierarten geht es jetzt um das Thema „Nachwuchs für das nächste Jahr“.

Im Spätherbst und im Winter legt sich die Natur schlafen. Die Pflanzen ziehen ihre Kräfte in die Wurzeln zurück und auch die Tiere begeben sich zur Winterruhe und teilen sich ihre Kraft gut ein. Eine Schneedecke hüllt die Welt in sanftes Schweigen und dämpft jedes Geräusch. Die Stille Zeit hat Einzug gehalten.

Bis die Tage dann langsam wieder länger werden und sich das Licht und das Leben wieder zu einem Neustart zusammentun.

 

Über so einen Jahreszyklus verteilt, kann man die Zeitqualität jeder Phase wunderbar auch für sich selbst nutzen. So hat man die Möglichkeit, einmal im Jahr jeden Aspekt des eigenen Lebens und des Lebens allgemein zu betrachten, zu feiern und ihn gegebenenfalls auch zu überdenken und zu ändern.

Auf diese Weise bietet sich die wundervolle Möglichkeit, mit sich, seiner eigenen Kraft und auch der Natur in der wir leben, verbunden zu bleiben.

Und auch die einzelnen Jahre verschwimmen nicht mehr zu einer rasenden Reise durch die Zeit.

Denn durch die Jahreskreisfeste nimmt man sich immer wieder ganz bewusst eine Auszeit und betrachtet, welche Zeitqualität gerade herrscht und welchen Bereich diese im eigenen Leben gerade berührt. 

 

Wer mehr zu den Jahreskreisfesten wissen möchte, der kann gerne hier in meinem Blog unter der Rubrik „Jahreskreisfeste“ stöbern. Hier gebe ich immer wieder Einblick, wie ich eines der Feste gefeiert habe oder was es dazu an Hintergrundinformation gibt. Aber auch auf Youtube habe ich einige Videos zu den Festen gemacht.

 

 

 

Und wer gerne mit mir und anderen gemeinsam eines der Feste feiern möchte, darf unter der Rubrik „Termine“ nachsehen. Hier gebe ich an, wann und wo welche Veranstaltungen geplant sind. Darunter befinden sich auch Termine für gemeinsame Jahreskreisveranstaltungen.